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Einführung der neuen Presbyter

Evangelische Kirchengemeinde Heiligenhaus

Durchführung der Einführung der gewählten Presbyterinnen und Presbyter im vereinfachten Verfahren

In Anbetracht der besonderen Ausnahmesituation, dass zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus bis auf weiteres alle Gottesdienste innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland abgesagt werden müssen und in dieser Zeit aufgrund höherer Gewalt die Durchführung von Einführungsgottesdiensten nach der Kirchenordnung unmöglich ist, hat die Landeskirche einen Auslegungsbeschluss gefasst, um eine zeitnahe Einführung der neu gewählten Presbyterinnen und Presbyter in ihr Amt zu ermöglichen.

Nach der Kirchenordnung sind die gewählten Mitglieder des Presbyteriums in einem Gottesdienst in ihr Amt einzuführen. Das Presbyteriumswahlgesetz (PWG) regelt das abzulegende Gelübde sowie weitere Verfahrensvorschriften zur Einführung, zur Amtszeit des bisherigen Presbyteriums und dem Abschluss des Wahlverfahrens. Nach § 31 Absatz 2 PWG kann der Kreissynodalvorstand geeignete Maßnahmen ergreifen, um eine ordnungsgemäße Wahl zu gewährleisten. Dazu gehört auch die Verpflichtung, für eine zeitnahe Umsetzung des Wahlergebnisses zu sorgen. Da eine Einführung in einem Gottesdienst auf unabsehbare Zeit praktisch nicht möglich ist, hat der Kreissynodalvorstand zur Umsetzung des Wahlergebnisses den folgenden Beschluss gefasst:

„Aufgrund der Absage sämtlicher Gottesdienste bis auf weitere Zeit wegen der Corona-Virus-Epidemie und der damit einhergehenden derzeitigen Unmöglichkeit der Einführung der neu gewählten Presbyterinnen und Presbyter in einem Gottesdienst ergeht folgende, bis zum 31. Mai 2020 befristete Entscheidung des Kreissynodalvorstandes:

1. Die Verpflichtung aus § 27 Absatz 1 PWG, dass die neu und wiedergewählten Mitglieder des Presbyteriums in einem Gottesdienst in ihr Amt eingeführt werden, wird für den Kirchenkreis Niederberg bis auf weiteres ausgesetzt.

2. Die neu gewählten Mitglieder in den Presbyterien des Kirchenkreises Niederberg gelten mit Ablauf des (22. bzw. 29. März 2020 als eingeführt, sofern sie das Amtsgelübde gemäß PWG mündlich (auch telefonisch), schriftlich oder per E-Mail mit einem Foto des unterschriebenen Gelübdes gegenüber der oder dem bisherigen Presbyteriumsvorsitzenden abgegeben haben.

3. Die wiedergewählten Mitglieder des Presbyteriums sind entsprechend von der oder dem Vorsitzenden des Presbyteriums mündlich, schriftlich oder per E-Mail an ihr Gelübde zu erinnern.

4. Für die im Verfahren nach § 15a Absatz 3 PWG als gewählt Geltenden gelten die vorstehenden Absätze entsprechend.

5. Die Mitglieder der Kirchengemeinde werden durch einen Aushang im Schaukasten, eine Information auf der Homepage der Kirchengemeinde oder durch vergleichbare Information über die Einführung der Presbyterinnen und Presbyter im vereinfachten Verfahren sowie über die später durchzuführende Bekanntgabe im Gottesdienst informiert.

6. Die unter 1. bis 5. beschriebenen Handlungen sind dem Kreissynodalvorstand gegenüber zu dokumentieren.

7. Die als erfolgt geltende Einführung der Presbyterinnen und Presbyter wird zu einem späteren Zeitpunkt, sobald wieder reguläre Gottesdienste stattfinden können, in einem Gemeindegottesdienst bekannt gegeben und zu einem geeigneten Zeitpunkt durch die neuen Presbyteriumsmitglieder im Gottesdienst bekräftigt.

8. Diese Entscheidung ist nicht anfechtbar (§ 31 Absatz 3 PWG).

Damit wenigstens nachträglich noch eine geistliche Handlung im Gottesdienst erfolgt, soll die rechtlich fingierte Einführung der Presbyterinnen und Presbyter zeitnah nach Abklingen der Pandemie im regulären Gottesdienst bekannt gegeben und durch die als eingeführt geltenden Presbyterinnen und Presbyter bekräftigt werden.

Abschließend wird noch einmal betont, dass die getroffene Auslegung keinen Präzedenzfall zur Einführung von Presbyterinnen und Presbytern außerhalb eines Gottesdienstes schaffen soll, sondern ausschließlich der auf höherer Gewalt beruhenden und bisher nie da gewesenen Ausnahmesituation geschuldet ist, um ordnungsgemäß gewählte Presbyterinnen und Presbyter ihr Amt antreten lassen zu können.

In unserer Kirchengemeinde werden die neu gewählten Presbyteriumsmitglieder
Ulrike Beutler
Hans Fernau
Kristian Groh
Dr. Jürgen Harst
Martin Hees
Gerhard Posdziech
Michael Widmann
ihr Amtsgelübde bis zum 29.03.2020 ablegen.

Die wiedergewählten Mitglieder des Presbyteriums
Anja Billau-Espey
Erika Eickmeyer
Helmut Karp
Christel Karrenberg
Stefan Pfeiler
Joachim Schmidt
Petra Wald
Peter Wahlsdorf
Dr. Christiane Wendel
werden bis zum 29.03.2020 an ihr Gelübde erinnert.